Kinderanästhesie

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Aufklärung

Im Rahmen des chirurgischen Aufklärungsgespräches wird Ihnen ein Anästhesie-Aufklärungsbogen ausgehändigt. Darin erfahren Sie wichtige Aspekte der Narkose bzw. des Narkoseablaufes. Darüber hinaus wird der Gesundheitszustand Ihres Kindes erfragt.
Dieser Fragebogen dient als Grundlage für das Aufklärungsgespräch. Hierbei werden alle wichtigen Details sowie der Ablauf der Narkose nochmals dargestellt. Daraus resultierende Fragen werden ausführlich beantwortet.

Wichtige Informationen

Am Werktag vor der Operation erfahren Sie die erforderliche Ankunftszeit in unserer Praxis und die Nüchternzeiten.
Bis 6 Stunden vor der Narkose darf noch eine leichte Mahlzeit gegessen werden und bis 2 Stunden vorher dürfen klare Flüssigkeiten (Wasser, Tee) getrunken werden. Kinder unter 1 Jahr dürfen zusätzlich bis 4 Stunden vor der Narkose gestillt werden, oder Milch trinken.
Bitte teilen Sie uns mit, falls Ihr Kind krank ist.

Untersuchung

Nach dem Vorgespräch, bzw. noch einmal vor Einleitung der Narkose Ihres Kindes werden Herz und Lunge abgehört und in den Rachen geschaut.

Narkoseeinleitung

Ca. 15-30 Minuten vor der Narkoseeinleitung bekommt Ihr Kind ein Vorbereitungs-Medikament, das schläfrig macht und entspannt. Ein Elternteil und ein Kuscheltier können beim Einschlafen des Kindes anwesend sein.
Die Allgemeinanästhesie kann auf zwei verschiedene Arten eingeleitet werden. Dabei atmet Ihr Kind entweder ein gasförmiges Narkosemittel über eine duftende Gesichtsmaske ein, oder erhält ein Einschlafmittel, dass über eine Vene gespritzt wird. Die Haut über der Einstichstelle wird zuvor durch ein Betäubungspflaster unempfindlich gemacht, damit der Einstich nicht schmerzhaft ist.
Bei beiden Varianten erfolgt das Einschlafen sehr rasch. Bei kleineren Kindern wird die Narkose üblicherweise mit Maske eingeleitet, bei grösseren über eine intravenöse Gabe des Einschlafmittels.

Operation

Während der Operation werden lebenswichtige Organfunktionen Ihres Kindes wie Atmung und Kreislauf klinisch überwacht. EKG, Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung, Kohlendioxid und das Narkosegas in der Atemluft, sämtliche Beatmungsparameter, und die Temperatur werden kontinuierlich gemessen und durch technische Überwachungsgeräte kontrolliert.
Die Überwachungsstandards entsprechen denen einer Klinik. Selbstverständlich sind auch für Notfälle entsprechende apparative Ausrüstung und Medikamente vorhanden.

Aufwachraum

Ihr Kind wacht in Ihrem Beisein auf. Eine im Umgang mit Kindern erfahrene Schwester betreut sie in dieser Phase und führt die kontinuierliche Kontrolle von Sauerstoffsättigung und Puls durch.
Im Allgemeinen wachen die Kinder entspannt und ohne Schmerzen auf, da bereits während der Operation eine postoperative Schmerztherapie eingeleitet wurde. Sollten aber doch einmal Schmerzen, Übelkeit oder Unruhezustände auftreten, können über die liegende Venenverweilkanüle entsprechende Medikamente gespritzt werden.
Trinken und Essen darf Ihr Kind, sobald es wach ist. In der Regel können Sie nach zwei bis drei Stunden die Praxis wieder verlassen.

Telefonkontakt

Für die Schmerztherapie und die Behandlung zu Hause bekommen Sie schriftliche Anweisungen mit. Komplikationen wie z.B. Blutungen treten äußerst selten auf. Dennoch sollten Sie die Telefonnummern der Anästhesistin und des Chirurgen für Nachfragen oder Probleme griffbereit haben. Sie finden sie auf dem jeweiligen Info-Material.